Pflegeversicherung – Zusatzpflegeversicherung?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine Zusatzpflegeversicherung, also eine private Pflegeversicherung, auch „Zusatzpflegeversicherung“ abzuschließen? Diese bietet dann bei eventueller Pflegebedürftigkeit umfassende Unterstützung, wie etwa die gesetzliche Pflegeversicherung. Immense Zuzahlungen können für Betroffene oder Angehörige anfallen, falls es keine solche Pflegezusatzversicherung gibt.  Mit einer privaten Pflegeversicherung bzw. Zusatz Pflegeversicherung können Sie Ihre Eigenbeteiligung starkvermindern.

–>>Pflegeversicherung Vergleich

Wer kann sinnvoll eine private Zusatz Pflegeversicherung abschliessen?

Eigentlich ist allen Versicherten eine zusätzliche Pflegeversicherung empfehlenswert. Die Versicherungsunternehmen der gesetzlichen Pflegeversicherung, die sogenannten Pflegekassen, gewähren den derzeitigen Pflegefällen oft nur sehr geringe in vielen Fällen nicht ausreichende finanzielle Unterstützung. Die Pflegeversicherungsträger tun dabei ihr Bestes. Eine Zusatzpflegeversicherung dagegen leistet viel weitergehende finanzielle Hilfe im Falle der Pflegebedürftigkeit.

Im Pflegefall erstellt die gesetzliche Pflegekasse ein Gutachten, das als Grundlage für die Einstufung in die jeweilige Pflegestufe genommen wird. Es legt also fest, welche Pflegestufe bei einem Betroffenen oder pflegebedürftigen Menschen vorliegt. Damit entscheidet sich, wie hoch der Pflegeversicherungssatz ist. Diese festgelegte Pflegestufe entscheidet, welche gesetzlichen Leistungen dieser erhält. Die Pflegestufe kann immer wieder neu überprüft werden. Es kann einige Wochen dauern, bis eine neue Einstufung erfolgt.

Pflegestufeneinteilung

Pflegestufe 0*Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz Personen, die in diese Pflegestufe fallen, weil sie noch nicht die Voraussetzungen für Pflegestufe I erfüllen, haben seit der Pflegereform im Jahr 2008 auch einen Anspruch auf Betreuungsgeld.
Pflegestufe Ibei einem durchschnittlichen Hilfebedarf von mindestens 90 Minuten täglich
Pflegestufe IIbei einem durchschnittlichen Hilfebedarf von mindestens 180 Minuten täglich
Pflegestufe IIIbei einem durchschnittlichen Hilfebedarf von mindestens 300 Minuten täglich

pflegeversicherung

Was leistet die private Pflegezusatzversicherung?

Eine Pflegezusatzversicherung wird Ihnen in der Regel dabei helfen, eventuelle Versorgungslücken der gesetzlichen Pflegeversicherung zu schließen, also die zu geringen finanziellen Leistungen Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung auszugleichen. Ein Platz im Pflegeheim wird von der gesetzliche Pflegeversicherung mit nur 1550,– Euro vergütet. Ein solcher Pflegeheimplatz kann aber bis zu 3500 Euro pro Monat in Deutschland kosten, dadurch würde ein Eigenanteil von fast 1950,– Euro pro Monat entstehen, das sind im Jahr fast 24000 Euro. Dieser Eigenanteil ist aus dem Vermögen des Pflegebedürftigen oder seiner Angehörigen zu erbringen, möchten man ein solch teueres Pflegeheim in Anspruch nehmen. Aber auch schon bei ganz normalen sogenannten günstigen Pflegeheimen wird oft Sozialhilfe notwendig, um den Pflegeheimsatz aufzubringen. Hat man jedoch zur rechten Zeit eine Pflegezusatzversicherung auf Basis Pflegeförderung Vergleich abgeschlossen, sind Sie und Ihre Angehörige finanziell abgesichert.

Was ist eine Pflegetagegeldversicherung

Wird die Pflege nicht im Pflegeheim vorgenommen, sondern privat leistet die Pflegetagegeldversicherung, auch im wenn die pflegende Person ein Zusatzeinkommen erhalten möchten geht dies über die Pflegetagegeldversicherung. Durch diese Form der Pflegeversicherung bekommen Sie bei Pflegebedürftigkeit einen vereinbarten Betrag für jeden Pflegetag.
Auch die Höhe des Pflegetagegeldes ist abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit der zu pflegenden Person. Ab Pflegestufe III gibt es das volle Tagegeld. Bei den meisten Tarifen erhalten man bei Stufe II 60 bis 70 Prozent und bei Stufe I 20 bis 50 Prozent. Es gibt auch Pflegetagegeldversicherungen die bei Heimpflege mehr als bei privater Pflege zahlen.

Pflege-Bahr – Geförderte Pflegetagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Die sogenannten Pflege-Bahr gibt es seit dem 1.1.2013. Damit ist es möglich Pflegetagegeldversicherungen unter bestimmten Bedingungen vom Staat fördern zu lassen. werden. Unter anderen Vorraussetzungen gilt, dass die Versicherung ohne Gesundheitsprüfung alle interessierten Verbraucher aufnehmen muss. Der vom Versicherten zu tragende Eigenanteil zur Pflegetagegeldversicherung muss mindestens 10 Euro monatlich betragen und bei erreichter Pflegestufe 3 mindesten Geldleistungen in Höhe von mindestens 600 Euro im Monat für den Begünstigten bringen. Außerdem ist die Pflegetagegeldpolice an bestimmte Mindestleistungen gebunden. Die Höhe der gesetzlichen Förderung beläuft sich dabei auf 60 Euro im Jahr. Es ist jedoch zu befürchten, dass der Pflege-Bahr zu teuer wird.

2012 hat die Bundesregierung beschlossen, die private Absicherung des Pflegerisikos zu fördern, dies erfolgt nach dem Vorbild der Riester-Rentenverträge. Bis Ende 2012 war daher der Begriff „Pflege Riester“ gebräuchlich, danach hat sich der Begriff „Pflege-Bahr“ aufgrund der maßgeblichen Initiative durch Gesundheitsminister Daniel Bahr für die staatlich subventionierte Pflegetagegeldversicherung eingebürgert.

Trotz der staatlichen Förderung steht der „Pflege-Bahr“ nach wie vor stark in der Kritik. Vor allem die linken Parteien sowie Gewerkschaften und Sozialverbände äußern Bedenken an der Sinnhaftigkeit dieser Art der Pflegeförderung

Möchten Sie bei Pflegebedürftigkeit eine Rente erhalten, empfiehlt sich der Abschluss einer Pflegerentenversicherung. Sie zahlt Ihnen im Fall der Pflegebedürftigkeit eine von Ihnen zuvor bestimmte Rente und ist eine spezielle Form der Lebensversicherung.

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekosten können leicht mehr als 3.000 Euro monatlich betragen

Diese Variante der Pflegeversicherung ist sinnvoll, wenn die Pflege durch professionelles Personal bzw. Pflegedienste erfolgen soll. Für privater Pflege bietet sie weniger Unterstützung. Die Pflegekostenversicherung hilft Ihnen beim Begleichen der Rechnungen von Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten. Die anteilig zu übernehmenden Kosten werden im Vertragsabschluss für die Pflegekostenversicherung genau bestimmt.

Hierbei sollte beachtet werden, dass die Kosten, welche von Pflegeeinrichtungen in Rechnung gestellt werden, teils sehr hoch sein können. Zahlungen von mehreren tausend Euro pro Monat sind hierbei keine Seltenheit, es ist ebenfalls davon auszugehen, dass diese Kosten in Zukunft nicht sinken werden. Dies sollten Sie bei der Wahl der Beitragssummen berücksichtigen.

Gesetzliche Pflegeversicherung im Ausland

Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet auch, wenn Sie sich vorübergehend oder dauerhaft im EU-Ausland zum Beispiel in der Schweiz oder Asien aufhalten. Dabei besteht jedoch nur ein Anspruch auf die Leistungen, die im Sozialversicherungssystem des jeweiligen Aufenthaltslandes festgeschrieben sind. Da die Absicherung des Pflegerisikos jedoch nur in wenigen Staaten so gut ausgebaut ist, wie in Deutschland kann dies bedeuten, dass Sie nur sehr geringe Leistungen erhalten, es ist hier sinnvoll die Verträge sehr genau zu lesen. Außerhalb der Europäischen Wirtschaftsregion besteht hingegen grundsätzlich kein Anspruch auf Pflegeleistungen. Beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sollten Sie sich erkundigen, ob und in welchem Maß diese bei Auslandsaufenthalten für Pflegekosten aufkommt.

Die optimale Pflegeversicherung finden

Es gibt eine sehr große Anzahl an Tarifen im Bereich der Pflegeversicherung. Diese sind in puncto Kosten und Leistungen sehr abweichend. Ohne entsprechende Fachkenntnisse ist es kaum möglich, die Konditionen der Tarife im Detail zu überblicken. Eine Beratung durch einen Versicherungsexperten und ein kostenloses Vergleichsangebot sollte daher hilfreich sein und bei der Auswahl der richtigen Pflegeversicherung wesentliche Unterstützung leisten.